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Studie: App-Nutzungsdetails und Must-have Apps

Auf welche zehn Apps möchte ein Smartphone-Besitzer auf keinen Fall verzichten? Und wie viele Apps nutzt er tatsächlich während eines Monats? Antworten liefert eine Studie der Initiative Verbraucher Apps (IVA) und des Marktforschungsinstituts Interrogare, in der die App-Nutzungsdetails und -Vorlieben von iPhone- und Android-Nutzern in Deutschland analysiert werden.

Smartphone-Nutzern steht eine stetig wachsende Anzahl unterschiedlichster Apps zur Verfügung. Aber obwohl sich während einer Smartphone-Lebensdauer oft dutzende Apps auf dem Gerät ansammeln, werden nur wenige als essenziell bewertet. Welche zählen dazu? Zur Beantwortung dieser Frage geben Smartphone-Besitzer innerhalb der Studie an, welche Apps sie installieren würden, wenn sie sich für nur zehn Apps entscheiden müssten. Ergebnis: Große Einigkeit besteht bei den ersten beiden Plätzen der Top-Ten, denn fast die Hälfte der Smartphone-User nennen WhatsApp (48 Prozent) und Facebook (45 Prozent) als Apps, auf die sie nicht verzichten würden. An dritter Stelle geben rund ein Viertel der Befragten die generische Bezeichnung "Wetter App" an (26 Prozent). Die ebay-App auf Platz vier ist für 19 Prozent der Smartphone-Nutzer unverzichtbar und YouTube würden noch 16 Prozent unbedingt auf ihr Gerät laden. Bei den weiteren fünf Apps der Top-Ten sind sich jeweils nur noch rund ein Zehntel der Befragten einig, dass es sich um Must-have handelt: Amazon (12 Prozent), Skype (12 Prozent), Angry Birds (11 Prozent), "Navigations App" (als generische Bezeichnung: 10 Prozent) und Google Maps (9 Prozent).

Insbesondere die zweite Hälfte der Top-Ten zeigt, dass keine allgemeingültige Favoritenliste für die Smartphone-Nutzerschaft besteht. Vielmehr führen die 598 Befragten insgesamt 483 unterschiedliche Apps als für sie unverzichtbar auf, davon werden 118 Apps mehr als einmal genannt.

Generische App-Bezeichnungen wie "Wetter App", "Navigations App" oder auch "Spiele App" machen zudem einen großen Teil der Angaben aus. Die App-Funktion steht also oftmals stärker im Vordergrund als eine spezifische App. Insgesamt offenbaren die Ergebnisse, dass Apps sehr individuell zusammengestellt werden. Zwar belegen die bekannten Platzhirsche die vorderen Plätze im Ranking, danach wählen Smartphone-Besitzer jedoch sehr dezidiert die Apps aus, die ihren persönlichen Interessen am besten entsprechen.

Android- und iPhone-Nutzer zeigen unterschiedliche App-Nutzungsgewohnheiten
Zwischen iPhone- und Android-Verwendern existiert weiterhin ein deutlicher Unterschied was die Nutzung des stetig wachsenden App-Angebots betrifft: Während sich die Downloadzahlen in Apples iTunes Store und Googles Play Store immer weiter angleichen, hinken die Android-Nutzer in der täglichen App-Nutzung weiter hinterher. Sei es in der Freizeit, zu Hause, unterwegs oder beim Einkaufen - iPhone-Besitzer greifen in allen Lebenslagen häufiger auf Apps zurück als Android-Nutzer.

Innerhalb eines Monats öffnen iPhone-User im Durchschnitt 17 unterschiedliche Apps, bei den Android-Usern sind es nur 14 Apps. Besonders auffällig ist, dass rund ein Drittel der Android-Nutzer sogar nur ein bis fünf Apps regelmäßig benutzen. Bei den iPhone-Nutzern macht der Casual-User-Anteil hingegen lediglich 16 Prozent aus.

Apps als Alltagshelfer
Ein weiteres Augenmerk der Studie liegt auf Aspekten der Verbraucherfreundlichkeit von Apps. So bestätigt rund die Hälfte der Studienteilnehmer, durch den Einsatz einer App bereits einmal Geld gespart zu haben. App-gestützt den Alltag besser organisieren konnten 60 Prozent der Befragten und 43 Prozent gaben an, damit schon einmal eine bessere Kaufentscheidung getroffen zu haben.

Von den in der IVA organisierten Mitgliedern sind Barcoo (42 Prozent) und mehr-tanken (39 Prozent) die bekanntesten Verbraucher-Apps. Aber auch die weiteren Alltagshelfer erreichen eine respektable Bekanntheit: Energiecheck: 27 Prozent, Aboalarm: 18 Prozent, finanzblick: 15 Prozent und Reposito: 7 Prozent.

Innerhalb der Online-Studie wurden insgesamt 298 iPhone- und 300 Android-Nutzer im Zeitraum 20.11.2012 bis 1.12.2012 befragt.